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Vom Wunsch zum Hobby zum Beruf - unser Service-Unternehmen

Am Anfang der 1980er Jahre wollten wir ein schönes und reichhaltiges Silberbesteck, an dem der Zahn der Zeit und zwei Weltkriege genagt hatten, wieder aufarbeiten lassen, denn wir schätzten es sehr.

Durch unsere Nähe zu Solingen sollte dies wohl kein Problem sein, so meinte ich, und kam 1982 erstmals mit kleinen Solinger Betrieben in Kontakt. Die Tatsache, dass Bestecke aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt werden, eine Vielzahl von Arbeitsgängen und Tätigkeiten nötig sind, die wiederum aus mehreren Gewerken und Berufsgruppen kommen, machte die Sache erstmal etwas unüberschaubar. Ein so genannter "Besteckschmied", der wieder alles richten konnte, den gab es nicht. In Wirklichkeit aber gab es viele kleine "Solinger Kotten", wie die hier in den Höfen oder an Häusern eingerichteten Werkstätten genannt werden. Diese bestehen bereits seit über 500 Jahren und einige dieser Stätten der Handwerkskunst kann man heute noch als Schleifkotten z. B. "Wipper Kotten" oder auch den "Balkhauser Kotten" in Museumsform besuchen. Dies war natürlich eine interessante Erfahrung, denn meist befassten sie sich nur mit ganz speziellen Arbeitsgängen, z. B. als Klingenschmied, Gesenkschmied, Härter, Schleifer, Polierer, Ausmacher, Reider, Galvaniseur und vielen Anderen.

Diese Einzeltätigkeiten wurden meist als Lohnarbeit für größere Unternehmen und Besteckfabriken ausgeführt, von denen leider nur noch wenige tätig sind. Ab Mitte der 1980er Jahre musste man leider mit ansehen, wie immer mehr dieser kleinen, interessanten Werkstätten mangels Auftraggeber oder Abnehmer, aber oft auch wegen des hohen Alters ihrer Betreiber schließen mussten.

Durch unsere Teilnahme an Antikmärkten wurde aber der Wunsch nach schönen alten Bestecken und Silberwaren, vor allem im gebrauchsfähigen Zustand, immer größer. Die Frage, wer könnte so etwas wieder reparieren, stand immer häufiger an. Bedingt durch meine Berufsausbildung musste ich dann immer öfter Hand anlegen. So hatte ich glücklicherweise von den mir noch bekannten Solinger Kleinbetrieben das gewisse Know-How erhalten. Oft wurde durch die Jahrzehnte der Kontakt immer enger und so kam es, dass mir einige bei Firmenaufgabe ihre Geräte, Vorrichtungen und Maschinen sowie auch Restmaterial verkauften. Im Laufe der Jahre bildete sich durch unsere Mund-zu-Mund Propaganda eine rege Nachfrage nach unseren Reparaturleistungen. So entschieden wir uns, diesen Bereich mehr und mehr auszuweiten.

Nach einigen Jahren, im Jahre 1996, haben wir wegen eines günstigen Umstandes den Entschluss gefasst, mit unserem Wohnsitz und der Firma nach Solingen umzuziehen. Diese effektive Maßnahme brachte es mit sich, noch enger mit der legendären "Klingenstadt Solingen" verbunden zu sein. Die interessante Geschichte dieser Stadt lässt sich gut durch das "Stadtarchiv Solingen" nachvollziehen. Die Stadt von dieser Seite aus kennenzulernen, brachte natürlich auch Kontakte zum "Klingenmuseum Solingen", für das ich auch noch viele interessierte Kunden und Händlerkollegen begeistern konnte, denn jährlich findet hier das "Internationale Bestecksammlertreffen" statt. Wer darüber hinaus noch altes Solinger Traditionshandwerk miterleben möchte, der wird im "Rheinischen Industriemuseum Solingen" fündig.

Da wir aber fast ausschließlich nur noch im Reparaturservice tätig sind und nicht mehr an Antikmärkten teilnehmen können, mussten wir eine Lösung finden. Die Nähe zu unserer Privatkundschaft und unseren Händlerkollegen sollte dennoch nicht abreißen, weswegen wir uns entschieden haben, einen Online-Shop zu betreiben. Aber nach wie vor sollte unser "Marktangebot" so breit gefächert bleiben, dass es weiterhin unserem Verkaufsslogan "Hier finden Sie alles, was Sie noch nie gesucht haben" auf den Antikmärkten gerecht wird.

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